Die traditionsreiche Deutsche Zoologische Gesellschaft veranstaltet ihre Jahrestagung vom 10. bis 13. September an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Etwa 320 Mitglieder der Gesellschaft und internationale Gäste folgen der Einladung in die Saalestadt zu Erfahrungsaustausch, Wissenserwerb und gegenseitigem Kennenlernen. Während sich bei zahlreichen Posterpräsentationen und Workshops am Nachmittag die Expertinnen und Experten der verschiedenen Fachgruppen tummeln, stehen vormittags vornehmlich Vorträge auf dem Programm. Zu den Themen gehört die Frage, wie sich das Pferd auf die menschliche Geschichte ausgewirkt hat (Ludovic Orlando/Toulouse) oder wie sich die Insekten stammesgeschichtlich entwickelt haben (Rolf Beutel/Jena). John Nyakatura (Berlin) wird berichten, wie es Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen gelang, die Fortbewegung eines Urzeitamphibiums zu entschlüsseln und per Roboter nachzubauen. Die Tagungssprache ist Englisch.

Am Dienstagabend ab 18 Uhr wird die Jahrestagung feierlich eröffnet. Dabei werden die Professoren Martin S. Fischer, Stefan Richter, Johannes Krause und Uwe Hoßfeld eine gemeinsame öffentliche Vorlesung im Hörsaal 1 am Campus (Carl-Zeiß-Straße 3) halten. Der Titel lautet: „Jena, Haeckel und die Frage nach den Menschenrassen: wie Rassismus Rassen macht“. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird die „Jenaer Erklärung“ wider Rassismus der Öffentlichkeit vorgestellt. Hier ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen.

Die Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft wird vom 10. bis 13. September an der Universität veranstaltet. Dabei steht auch das von Ernst Haeckel begründete Phyletische Museum im Fokus. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Die Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft wird vom 10. bis 13. September an der Universität veranstaltet. Dabei steht auch das von Ernst Haeckel begründete Phyletische Museum im Fokus. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Während der Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft werden der Werner Rathmayer-Preis, der Walther Arndt-Preis und der Horst Wiehe-Preis verliehen. Preisträger sind Dr. Nico Posnien (Göttingen/Arndt-Preis), Dr. Manon Schweinfurth (St. Andrews, UK/Wiehe-Preis) und Falco Eigner (Chemnitz/Rathmayer-Preis). Der Werner Rathmayer-Preis würdigt einen Gewinner von „Jugend forscht“. Im Anschluss an die Preisverleihung spricht Hans Fricke (Seewiesen) im Hörsaal 1 (Carl-Zeiß-Straße 3) über „Aale – auf den Spuren eines Jahrhunderträtsels“. Auch hier sind Gäste herzlich willkommen.

Veranstaltungshinweis FSU JENA

05.09.2019