Innovative Forschungsfelder und Expertise sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wissenschaftskarriere. Hinzu kommt eine solide finanzielle Basis, die dabei hilft, das eigene Forschungsvorhaben tatsächlich realisieren zu können. 

Im Rahmen des „Programms zur Förderung der Drittmittelfähigkeit“ unterstützt die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) den eigenen exzellenten Forschernachwuchs. Ziel des Programms ist es, die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Anschubfinanzierung zu befähigen, einen eigenen Forschungsantrag zur Bewilligung von Drittmitteln zu stellen. Am Dienstag, dem 4. Dezember, übergab Prof. Dr. Thorsten Heinzel, der Vizepräsident für Forschung an der FSU, die Fördermittelbescheide für zwölf Forschungsvorhaben.

In der aktuellen Programmrunde werden zwölf Projekte gefördert, die Universität Jena stellt dafür gut 130.000 Euro zur Verfügung. Zwei der Forschungsvorhaben werden bis Ende 2020 finanziert, die übrigen Projekte werden mit einer gut einjährigen Finanzierung ausgestattet. Alle Preisträger sind auf Basis von unabhängigen Gutachten ausgewählt worden. Auffällig ist, dass in diesem Jahr besonders viele Nachwuchswissenschaftlerinnen förderungswürdige Projekte eingereicht haben. Von den insgesamt 13 Nachwuchswissenschaftlern, die an zwölf Projekten arbeiten, sind zehn weiblich.

Am heutigen Dienstag, 4. Dezember, erhielten 13 Nachwuchswissenschaftler eine Anschubfinanzierung für ihr Forschungsprojekt. Prof. Dr. Thorsten Heinzel (3. V. li.), der Vizepräsident für Forschung, übergab die Fördermittelbescheide. Foto: Anne Günther/FSU

Am heutigen Dienstag, 4. Dezember, erhielten 13 Nachwuchswissenschaftler eine Anschubfinanzierung für ihr Forschungsprojekt. Prof. Dr. Thorsten Heinzel (3. V. li.), der Vizepräsident für Forschung, übergab die Fördermittelbescheide. Foto: Anne Günther/FSU

Die Bandbreite der geförderten Forschungsprojekte ist groß. So forscht Dr. Katja Franke von der Klinik für Neurologie an der Entwicklung einer hirnregionen-spezifischen Methode, deren Ziel es ist u. a. Vorhersagen über den individuellen Verlauf von struktureller Gehirnreifung/Gehirnalterung zu treffen, also das biologische Alter des Gehirns individuell zu messen. 

Dr. Alexander Tischer vom Institut für Geographie untersucht die Ökologie der Rhizosphäre, das ist der unmittelbar durch eine lebende Wurzel beeinflusste Raum im Boden. Dr. Tina Haußen von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hat ihr Projekt mit „Digitalisierung und interregionale Mobilität von Hochqualifizierten“ überschrieben.

„Die Bandbreite der ausgezeichneten Forschungsprojekte belegt das vielfältige kreative Potenzial der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an unserer Universität“, sagte Prof. Heinzel bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide. Nicht nur jeder Antragsteller, nein, die gesamte Universität profitiere vom Forscherdrang des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Das zeigen erfolgreiche Drittmittelprojekte und vielbeachtete Forschungsergebnisse, deren Grundstein mit dem seit 2005 laufenden Förderprogramm gelegt wurde“, so Thorsten Heinzel.  

 

Info, FSU Jena / Stephan Laudien