Unter dem Motto „Humanities and Social Sciences for Sustainability“ laden der UNESCO-Lehrstuhl für Nachhaltigkeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und sein Inhaber, Prof. Dr. Benno Werlen, am 21. und 22. Oktober zu einer internationalen Online-Konferenz ein. Während der Veranstaltung werden Vertreterinnen und Vertreter namhafter internationaler Organisationen und Forschungseinrichtungen über Strategien zur Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Nachhaltigkeitsforschung und -politik diskutieren. Zu den Gästen gehören u. a. Expertinnen und Experten des „Club of Rome“, der World Academy of Art and Science, der Internationalen Geographischen Union und der Kanadischen UNESCO-Kommission. Die Veranstaltung wird in einem neuen digitalen Format durchgeführt, bei dem die Vorträge virtuell in den Räumlichkeiten des Alten Schlosses in Dornburg gehalten werden. Die Teilnahme ist für alle Interessierten ohne Voranmeldung möglich. Der Zugang erfolgt über https://salve.tv/HuS. Das detaillierte Programm der Veranstaltung ist auf dieser Konferenz-Plattform zu finden.

Die Naturwissenschaften haben bereits auf überzeugende Weise auf die dramatischen ökologischen Folgen moderner Lebensstile aufmerksam gemacht. „Um den notwendigen nachhaltigen Wandel der Lebensweisen zu etablieren, bedarf es jedoch eines Ansatzes, der von den kulturellen und sozialen Bedingungen ausgeht und die Erkenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften einbezieht“, sagt Prof. Werlen. Damit ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel auf friedvolle Weise gelingen kann, bildet eigenverantwortliches Handeln eine wichtige Voraussetzung. Globale Nachhaltigkeit, so Werlen weiter, wird letztlich wohl nur auf kulturell und regional differenzierten Pfaden erreicht werden können. Das wird ohne respektvolle Wertschätzung dieser vielfältigen Besonderheiten nicht gelingen können, ist Werlen überzeugt. Entsprechende Konzepte werden während der Konferenz vorgestellt und diskutiert.

Blick auf das Alte Schloss von Dornburg, aufgenommen am 25.07.2012. Der Bau geht in seinen Grundmauern auf eine Kaiserpfalz von Otto I. zurück, welcher Stadt und Burg Dornburg im Jahre 937 erstmals in einer Urkunde erwähnte. Die jetzige Substanz ist vor allem 1522 erbaut worden. Seit 2005 wird das Schloß von der Universität Jena genutzt. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Blick auf das Alte Schloss von Dornburg, aufgenommen am 25.07.2012. Der Bau geht in seinen Grundmauern auf eine Kaiserpfalz von Otto I. zurück, welcher Stadt und Burg Dornburg im Jahre 937 erstmals in einer Urkunde erwähnte. Die jetzige Substanz ist vor allem 1522 erbaut worden. Seit 2005 wird das Schloß von der Universität Jena genutzt. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Die Konferenz ist eine Folgeveranstaltung des International Year of Global Understanding (IYGU). Während der Tagung werden auch die wichtigsten Ergebnisse des Jenaer Beitrags zu dem Projekt “The Futures of Knowledge Mobilization” des kanadischen Wissenschaftsrates der Sozial- und Geisteswissenschaften vorgestellt. Zu den Partnern der Tagung gehören neben der Kanadischen UNESCO-Kommission als Schirmherrin auch die Deutsche UNESCO-Kommission, die World Academy of Art and Science, die Academia Europaea, der Club of Rome, der Internationale Rat für Philosophie und Geisteswissenschaften, die Internationale Geographische Union sowie das Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.

Info, FSU JENA

20.10.2020