Die Friedrich-Schiller-Universität Jena und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) haben mit der Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding heute die Grundlage für eine enge Kooperation gelegt. Das Zentrum für Energie und Umweltchemie Jena (CEEC Jena) und das HZB wollen zukünftig gemeinsam an neuartigen Energiespeichermaterialien und ‑systemen forschen.

Zusätzlicher Rückenwind für die Erforschung neuer Energiespeicher

Die Speicherung von Energie sei eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee anlässlich der Unterzeichnung. „Die Zusammenarbeit des CEEC Jena mit dem Helmholtz-Zentrum wird der Erforschung neuer Energiespeicher zusätzlichen Rückenwind verleihen. Aus Sicht des Landes ist es erstrebenswert, schrittweise eine strukturelle Kooperation der beiden Einrichtungen zu erreichen.“

„Die Zusammenarbeit erlaubt nicht nur die Bündelung von Ressourcen, sondern bringt vor allem kluge Köpfe in einem Projekt zusammen, die ihr Wissen teilen und so gemeinsam Erkenntnisfortschritte erzielen, die allen zu Gute kommen. Die ausgezeichneten Kooperationen mit außeruniversitären Forschungsinstitutionen sind ein Kennzeichen Jenas und tragen zum Erfolg der Universität und des Standorts maßgeblich bei“, so Jenas Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal nach der Unterzeichnung der Vereinbarung.

„Die Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin soll über die nächsten Jahre noch erweitert und bei Erfolg dauerhaft etabliert werden“, erklärt Prof. Dr. Ulrich S. Schubert, Direktor des CEEC Jena.

„Zum Start ist geplant, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Standorten Berlin und Jena gemeinsam an polymerbasierten Energiespeichern forschen“, erläutert Prof. Dr. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Damit sollen die einzigartigen Charakterisierungstechniken des HZB dazu genutzt werden, die neuartigen Batterien aus Jena im Detail zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Ein konkretes nächstes Ziel ist die Einrichtung eines Gemeinschaftslabors, eines sogenannten „Joint Labs“, in dem die Synergien maximal genutzt werden können. 

Prof. Dr. Bernd Rech vom HZB, Prof. Dr. Ulrich S. Schubert (CEEC Jena) und Jenas Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal (v.l.n.r.) besiegeln die Zusammenarbeit. (Foto: Jürgen Scheere/FSU)

Prof. Dr. Bernd Rech vom HZB, Prof. Dr. Ulrich S. Schubert (CEEC Jena) und Jenas Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal (v.l.n.r.) besiegeln die Zusammenarbeit. (Foto: Jürgen Scheere/FSU)

Die Finanzierung erfolgt durch die beteiligten Institute. Zusätzlich stellt Thüringens Wissenschaftsministerium der Friedrich-Schiller-Universität Jena Personal- und Investitionsmittel in Aussicht.

Die Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ zur Kooperation wurde heute im Beisein von Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee, von Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und von Prof. Dr. Bernd Rech, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie, verkündet.

Info, FSU JENA

19.09.2019