Mit einer deutlichen 109:92-Niederlage musste Science City Jena am Samstagabend die Heimreise vom Ost-Derby aus Weißenfels antreten. Die Ostthüringer unterlagen dem Mitteldeutschen BC in einem Schlüsselspiel des BBL-Tabellenkellers vor 3000 Zuschauern, darunter über 300 stimmungsvolle Jenaer Anhänger, nach einer defensiv unbefriedigenden Vorstellung, verspielten in der Endabrechnung letztendlich auch den direkte Vergleich. Im Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen mit 81:64 gewonnen, büßte den Vorsprung von 17 Punkten trotz eines sich in Summe ergebenden Gleichstandes ein, da das Gesamtkorbverhältnis der betreffenden Mannschaften den Ausschlag gibt.

Science City bedankt sich nachträglich noch einmal für den lautstarken Support des eigenen Anhangs, der konstant über 40 Minuten das Team angefeuert hat.

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Mein Glückwunsch geht an Silvano und den MBC für den absolut verdienten Sieg. Sie haben mit so viel Energie gespielt, dass wir schwer dagegen halten konnten. Wir haben es phasenweise nicht geschafft in der Verteidigung Konstanz reinzubringen. Wenn du in so einem wichtigen Spiel 109 Punkte zulässt, dann ist das deutlich zu viel. Wir haben am Ende noch eine Chance gehabt, den direkten Vergleich zu holen. Leider war unser letzter Wurfversuch nur ein Zweier. Jetzt ist das Verhältnis ausgeglichen, aber das Korbverhältnis spricht für Weißenfels. Wir sind zur Zeit in dem tiefsten Loch der Saison. Wir hatten einige angeschlagene Jungs dabei, das war letzte Woche sehr suboptimal. Ich hoffe, dass wir trotzdem physisch und psychisch aus dem Tal rauskommen. Wir haben jetzt die Situation, dass wenige an uns glauben. Ich mag solche Situationen eigentlich, aber wir müssen das auch als Mannschaft annehmen.“

Silvano Poropat (Headcoach Mitteldeutscher BC): „Danke für die Glückwünsche. Die von Björn angesprochene Energie war heute spürbar. Das war von der ersten bis zur fast letzten Minute da bei uns. Wir hatten auch eine schwere Woche und Probleme mit Verletzungen und Spielerausfällen. Aber irgendwie haben wir es geschafft, den Fokus auf das Spiel zu legen. Die Jungs haben wirklich super reagiert. Ich gratuliere auch meiner Mannschaft. Wenn uns jemand vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir gegen Jena fast die gesamte zweite Halbzeit mit 20 Zählern führen würden, am Ende mit 17 Punkten gewinnen würden und uns glücklich schreiend in den Armen liegen würden, hätte niemand damit gerechnet. Obwohl der direkte Vergleich bei 17 geblieben ist, blicken wir auf Grund unseres Korbverhältnisses optimistisch in die Zukunft. Es ist ein Schritt in Richtung Klassenerhalt, nicht mehr und nicht weniger. Es war ein wichtiger Schritt. Jetzt müssen wir weiter fokussiert bleiben. Wenn wir mit dieser Energie weiterspielen, dann können wir auch positiv sein. Was wir besser machen können, ist uns nicht zufrieden zugeben, wenn wir eine Führung erspielt haben. Wir haben das in der Halbzeit besprochen und die Jungs haben fantastisch reagiert. Wenn wir mit dieser Einstellung in die nächsten Partien gehen, bin ich sehr positiv.“

SCJ: Roberts 23 Punkte, Williams 22, Allen 14, Joyce 10, Jenkins 8, McElroy 6, Mackeldanz 4, Reyes-Napoles 3, Wolf 2, Marin, Theis – Heber

MBC Top3: Marelja 25, Novak 23 Punkte, Darden 15

Spielfilm: 1. Viertel 23:15 – 2. Viertel 48:36 – 3. Viertel 78:57 – 4. Viertel 109:92

Info, Science City Jena

Fotografik DeinJena red./Symbolfoto