Ab 18. Mai 2019 präsentiert der Jenaer Kunstverein bereits seine dritte Ausstellung im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019. Mit den Fotografien von Carolin Gasse (Weimar) und den Plastiken von Peter Wackernagel (Jena) treffen auch in dieser Ausstellung wieder zwei unterschiedliche künstlerische Positionen aufeinander. Erneut scheinen die Gegensätze zu überwiegen: Zweidimensionales zu Dreidimensionalem, Figürliches zu Abstraktem, kräftige Farben zu geerdeten Tönen, weiche Linien zu harten Kanten, Fotografie zu Plastik.

Doch beide Kunstpositionen verbindet, dass sie die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern. Sowohl Carolin Gasses Fotografien wie auch Peter Wackernagels Plastiken erzeugen Irritation. – Ist die Fotografie wirklich Fotografie oder doch Malerei? Sind die Plastiken nun aus Realität oder Simulation entstanden?
In Anwesenheit der beiden Künstler wird die Ausstellung am Freitag, 17. Mai 2019, um 19 Uhr in den Galerieräumen des Jenaer Kunstvereins eröffnet. Nach begrüßenden Worten von Jürgen Conradi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins, führt die Kunsthistorikerin Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland in Werk und Schaffen der beiden Künstler ein.

Peter Wackernagel (geb. 1984) thematisiert mit geometrisch-konstruktiv konzipierten Arbeiten das Spannungsfeld zwischen Raum und Fläche. Peter Wackernagel ruft neue Räumlichkeit hervor, indem er reale und virtuelle Raumteile in seinen Arbeiten überlagert. Durch diese Vereinigung des wirklichen Raumes mit einem nur erdachten Raum formt sich ein räumliches Gefüge mit neuer Qualität. Peter Wackernagels geschicktes Spiel mit Oberflächen und Dimensionen, mit Licht und Schatten unterstreicht den Charakter seiner ungewöhnlichen Raum-Gebilde, die über die Grenzen des physischen Raums hinausdeuten.

(c) Peter Wackernage

Fotografik - A1.009  (c) Peter Wackernage // Jenaer Kunstverein

Dem gegenüber steht die bildnerische Strategie von Carolin Gasse (geb. 1992), die sich zwischen Malerei und Fotografie bewegt. Erst auf den zweiten Blick wird offenkundig, dass die Personen, die so malerisch in ihren Werken daherkommen, reale Personen sind, die bemalt fotografiert wurden. Indem Carolin Gasse Reales als Malerei simuliert und fotografisch reproduziert, gelingt ihr die Hinterfragung der ästhetischer Wahrnehmung ebenso wie die Hinterfragung der Funktion der beiden Medien Malerei und Fotografie.

Für die Förderung des Projekts danken wir herzlich der Thüringer Staatskanzlei und JenaKultur.

Vernissage: Freitag, 17. Mai 2019, 19 Uhr
Jenaer Kunstverein e.V. · Stadtspeicher ∙ Markt 16 ∙ 07743 Jena
Zur Einführung spricht Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland, Kunsthistorikerin (Jenaer Kunstverein | Museumsverband Thüringen).
Die Künstler sind anwesend.

Begleitveranstaltungen:
SpeedFührung durch die Ausstellung

mit der Künstlern zur Langen Nacht der Museen Jena
Fr, 24. Mai 2019, 18.30 Uhr (C. Gasse) | 19.30 Uhr (C. Gasse) | 20.30 Uhr (P. Wackernagel)
mit anschließender „Art Lounge“ mit DJ SepticSounds 21-23 Uhr

Öffentlicher Rundgang durch die Ausstellung
Sa, 01. Juni 2019, 15 Uhr
mit Nadine Rall, Kunsthistorikerin (Jenaer Kunstverein)

Künstlergespräch
Do, 13. Juni 2019, 19 Uhr
Carolin Gasse und Peter Wackernagel im Gespräch mit Manuela Dix, Kunsthistorikerin (Kunstsammlung Jena)

Veranstaltungshinweis Jenaer Kunstvererin

 

 

 

Kontakt:
Nadine Rall
Geschäftsstelle
Jenaer Kunstverein e.V.
Stadtspeicher ∙ Markt 16 ∙ 07743 Jena
Tel. 03641 – 63 69 938
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