In ganz Deutschland wird in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 die Aktion „Night of Light“ stattfinden. Bundesweit werden dann gleichzeitig alle Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations (Special-Event Locations, Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Tagungshotels und sonstige Spielstätten

wie z.B. Theater, Philharmonien, Konzerthallen, Schauspielhäuser) ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit feuerroter Beleuchtung anstrahlen und so ein riesiges Lichtmonument bilden, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen, um symbolisch „Es brennt!“ zu rufen.

Bilder und Videos der Aktion können auf den eigens für diesen Anlass erstellten Seiten bei Facebook und Instagram unter dem Hashtag #nightoflight2020 hochgeladen und eingesehen werden.

Hintergrund ist das Verbot von Großveranstaltungen bis Oktober dieses Jahres. Seit dem 10.03.2020 ist dem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen.

In der Veranstaltungsbranche brennt es

Jegliche Art von Großveranstaltungen sind aufgrund der COVID-19 Krise untersagt. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen – überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Darbietungen zu erleben oder sich zu relevanten Themen auszutauschen, dürfen Veranstaltungen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden.

Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften; dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind.

Etwa 3 Millionen Menschen bangen um Job

Mit der Verlängerung des Verbotes für Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober geht die Veranstaltungsbranche von 80 bis 100 Prozent Umsatzeinbußen über einen Zeitraum von acht Monaten aus. Umsätze, die im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe auch nicht nachgeholt werden können.

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Zusammen mit der Kultur- und Kreativwirtschaft, die von der Durchführung von Veranstaltungen und Messen abhängig sind, indem sie das Material für Selbige liefert, kommt man so auf rund 300.000 Betriebe mit etwa 3 Mio. Beschäftigten, die sich in akuter finanzieller Not befinden.

Was für die einen ein schön anzusehendes Lichtspiel ist, steht für die anderen für Alarmstufe Rot, für hunderttausende gefährdete Arbeitsplätze. Deswegen hoffen die Initiatoren der Aktion „Night of Light“ auf viele teilnehmende Betriebe, mit denen eine breite Öffentlichkeit erreicht und auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam gemacht werden kann.

In Jena werden sich laut JenaKultur zahlreiche Clubs, Kultur,- Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen beteiligen. Die rund 20 Häuser in Jena werden zwischen 22 und 1 Uhr angestrahlt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.night-of-light.de.

Info JenaKultur, Grafik JenaKultur und Projekt Aktion “Night of Light”

19.06.2020