Im Jahr 2009 haben neun Universitäten, zu denen auch die Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört, den Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland, kurz „UniWiND“, gegründet. Seitdem setzt sich das bundesweite Netzwerk dafür ein, die Rahmenbedingungen für Promovierende sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern. Dem Forschungsnachwuchs sollen bestmögliche Chancen für den weiteren Karriereweg ermöglicht werden, sowohl in- als auch außerhalb von Universitäten. Heute, zum zehnjährigen Jubiläum des Verbands, sind bereits über 70 Hochschulen an UniWiND beteiligt.

Jenaer Professorin leitet Universitätsverband

„Ich bin wirklich stolz auf die Entwicklung von UniWIND, die nur möglich wurde durch das außerordentliche, ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder“, erklärt Prof. Dr. Erika Kothe. Die Mikrobiologin und ehemalige Prorektorin der Universität Jena ist seit 2013 Vorsitzende von UniWiND. Auch die Geschäftsstelle des Verbands wechselte in diesem Jahr nach Jena, genauer: an die Graduierten-Akademie der der Friedrich-Schiller-Universität. Das Netzwerk erleichtert es den beteiligten Universitäten, Erfahrungen im Nachwuchsbereich auszutauschen und Expertenwissen zu bündeln. So etablieren sie gemeinsame Qualitätsstandards und können Betreuungsangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessern. Zur Förderung des universitätsübergreifenden Austauschs bietet UniWiND u. a. Arbeitsgruppen, ein Mentoring- und ein Weiterbildungsprogramm sowie eine Publikationsreihe zum Thema wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Deutschland

Erika Kothe zufolge ergeben sich dadurch nicht nur Vorteile für die einzelnen Mitgliedsuniversitäten: „UniWiND ist die einzige nationale Organisation, die sich ausschließlich der Förderung von Promovierenden und Postdocs widmet und ist deshalb von entscheidender Bedeutung, um den Wissenschaftsstandort Deutschland weiter voranzubringen.“ In Zukunft möchte die Jenaer Mikrobiologin das Netzwerk weiter stärken, zusätzliche Einrichtungen für eine Mitgliedschaft gewinnen und immer wieder der Politik die spezifischen Bedürfnisse von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern deutlich machen.

Im Haus „Zur Rosen“ in der Jenaer Innenstadt befindet sich der Sitz der Graduiertenakademie der Uni Jena und die UniWiND-Geschäftsstelle. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU) 

Im Haus „Zur Rosen“ in der Jenaer Innenstadt befindet sich der Sitz der Graduiertenakademie der Uni Jena und die UniWiND-Geschäftsstelle. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

 

Die Veranstaltungen und Aktivitäten von UniWiND e. V. werden u. a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Stifterverband, der Joachim Herz Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung gefördert. Weitere Informationen zur Arbeit des Verbands finden sich unter www.uniwind.org und in einem aktuellen Spezial der Deutschen Universitätszeitung unter: www.duz-special.de/de/ausgaben/10-jahre-uniwind/.

Info, FSU JENA // Till Bayer

15.12.2019