Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 2 und Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 14 stehen am Donnerstag, 16. Januar um 20 Uhr auf dem Programm des Konzertabends im Volkshaus unter der musikalischen Leitung von Jenas Generalmusikdirektor Simon Gaudenz. Der politische und musikalische Freigeist Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, leitete 1803 selbst die Uraufführung seiner 2. Sinfonie, in der er zu einem ganz neuen Tonfall fand. Denn das Werk hebt sich durch eine Vielzahl von originellen und besonderen Momenten von den Sinfonien seiner Zeit ab.

Im Anschluss an die 2. Sinfonie spielt die Jenaer Philharmonie dann die 1969 uraufgeführte 14. Sinfonie von Schostakowitsch. In ihr vertonte der Komponist elf Gedichte, die ein breites stilistisches Spektrum umfassen – von der Dichtung des frühen 19. Jahrhunderts (Clemens Brentano, Wilhelm Küchelbecker) über das anbrechende 20. Jahrhundert (Guillaume Apollinaire, Rainer Maria Rilke) bis hin zur Poesie Federico García Lorcas. Die Gemeinsamkeit der Texte besteht in der düsteren Todesthematik, in der das grausame 20. Jahrhundert widerhallt. Gesangssolisten sind die österreichische Sopranistin Sandra Trattnigg, deren internationale Karriere am Opernhaus Zürich begann, und der finnische Bariton Arttu Kataja, Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden Berlin.

Simon_Gaudenz, Foto Lucian Hunziker

Simon Gaudenz, Foto Lucian Hunziker // Jenaer Philharmonie

Tickets für das Konzert sind erhältlich bei der Jena Tourist-Information, online unter www.jenaer-philharmonie.de sowie ab eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse. Studierende der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule Jena erhalten im Rahmen des Kulturtickets unter Vorlage der thoska Eintritt zum Konzert.

Das Programm im Detail
Ludwig van Beethoven:
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 14 op. 135
Sandra Trattnigg, Sopran
Arttu Kataja, Bass
Jenaer Philharmonie
Simon Gaudenz, Leitung

 

Über Simon Gaudenz

Der Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie machte sich in den letzten Jahren besonders als Interpret des klassischen Repertoires einen Namen: Seine Einspielungen und Konzerte zeichnen sich durch eine frische und unverbrauchte Herangehensweise vor dem Hintergrund der historisch informierten Aufführungspraxis aus. So reüssierte Simon Gaudenz von 2004 bis 2011 als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Collegium Musicum Basel – zuvor gründete und leitete er die camerata variabile basel. In der Folge prägt und gestaltet Simon Gaudenz in seiner mittlerweile achten Saison das musikalische Profil der Hamburger Camerata, mit der er seit seinem Debüt in der Elbphilharmonie regelmäßiger Gast in Hamburgs neuem Wahrzeichen ist.

Seit dem Gewinn zweier bedeutender Wettbewerbe, darunter des europaweit höchstdotierten Deutschen Dirigentenpreises, dirigiert er als international gefragter Gastdirigent zahlreiche renommierte Klangkörper wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden, das Orchstre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Russische Nationalphilharmonie, das Oslo Philharmonic, die Bamberger Symphoniker, das WDR Sinfonieorchester, die NDR Radiophilharmonie, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, die Rundfunkorchester von Berlin, München, Stuttgart und Saarbrücken, die Philharmonischen Orchester von Monte Carlo, Lyon und Luxembourg oder das Bayerische Staatsorchester.

Eine innige Zusammenarbeit verbindet Simon Gaudenz mit Solisten wie Gidon Kremer, Anne-Sofie von Otter, Barbara Bonney, Veronika Eberle, Renaud Capuçon, Arabella Steinbacher, Sabine Meyer, Lauma Skride, Lise de la Salle, Benjamin Appl, Maximilian Hornung und vielen weiteren. Bereits in seiner ersten Saison als Generalmusikdirektor

Veranstaltungshinweis Jenaer Philharmonie

15.01.2020