Dass FCC-Trainer Lukas Kwasniok kein Freund von Statistiken ist, dürfte speziell im Falle des sonntägigen Gegners ein Vorteil sein. Immerhin 27 Jahre ist es her, dass der FCC zuletzt in Unterhaching gewinnen konnte. Im Juli des Jahres 1992 gab es in der Zweitligapartie zwischen beiden Clubs ein 2:1 für den FCC. Die Tore für die Zeiss-Elf steuerten Jürgen Raab und Olaf Holetschek bei. Die persönlichen Erfahrungen unseres Trainers mit der Spielvereinigung indes sind durchweg positiv. Vielleicht ein gutes Zeichen, dass man nach den Siegen gegen Cottbus (erster Heimsieg seit 25 Jahren) und bei Hansa (erster Auswärtserfolg seit 1992) nun auch eine weitere Serie beenden kann. Viel mehr noch als das Beenden einer Serie steht selbstverständlich das Ziel auf dem Plan, mit einem weiteren Sieg - es wäre der vierte in Folge - weiter signifikant in der Tabeller an Boden gut zu machen und einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt zu gehen.

Und genau den dürfte auch Unterhaching mit einem Sieg gegen den FCC angehen wollen. Aktuell stehen 42 Punkte auf der Habenseite. Sahen die Hachinger noch in der Hinrunde wie ein Aufstiegskandidat aus, so folgte im Jahr 2019 ein tabellarischer Absturz auf Rang 13. Neun Spiele in Folge vermochte es die Spielvereinigung nicht mehr zu gewinnen und holte in der Rückrunde nur zehn Punkte. Insofern sollte die Brust des FCC ungeachtet aller Statistiken etwas breiter sein als die der Hachinger. Allerdings verwies FCC-Trainer Lukas Kwasniok bereits unmittelbar nach dem Heimsieg über den SV Wehen Wiesbaden darauf, "dass man im Moment des Erfolges die größten Fehler macht." Diese gilt es am Sonntag zu vermeiden: "Wobei ich damit vor allen Dingen gemeint habe, dass wir jetzt unter der Woche nicht zu euphorisch werden, sondern die Anspannung und Konzentration behalten." Und diese sind dringend bis zum letzten Spieltag nötig. Denn so beeindruckend die Serie von zuletzt drei Ligasiegen ist - erreicht hat der FCC, der weiter unter dem ominösen Strich steht, noch nichts. Mit einem Sieg in Unterhaching allerdings würde man zwei Punkte an die Randmünchener heranrücken und diese noch mit in den Abstiegskampf ziehen. Insofern ist der Druck für beide Teams enorm hoch. Lukas Kwasniok sprach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel von seiner "großen Bewunderung für Unterhaching, das sowohl im Jugend- wie auch im Profibereich eine klare Philosophie hat".

FCC will in Unterhaching Serie fortsetzen ..

Am Sonntag bekommt es unser FC Carl Zeiss Jena mit der SpVgg Unterhaching zu tun. Anstoß im Sportpark ist 13 Uhr.

Erschwert wird das Unterfangen in Unterhaching durch den verletzungsbedingten Ausfall Justin Gerlachs, der wegen eines Innenbandanrisses im linken Knie die Saison vorzeitig beenden musste. Das ist besonders bitter, da der "Lange" in den letzten Spielen eine der Säulen der Jenaer Defensive bildete. Für ihn könnte Dennis Slamar in die Startelf rücken. Nun definitiv ist das Saisonaus für Julian Günther-Schmidt. Er wird sich in diesen Tagen einer OP an der Leiste unterziehen, da die Versuche, die Probleme konservativ in den Griff zu bekommen, leider nicht die erhoffte Wirkung erzielten.

Der FCC hofft auswärts auf jede Menge Zeiss-Fans, die an den Tageskassen in Unterhaching ohne Probleme noch Gästetickets erwerben können.

Info, Newsteam FC Carl Zeiss Jena

26.04.2019