Dabei sahen die 3.514 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld speziell eine erste Hälfte, die fußballerisch einiges zu bieten hatte. FCC-Trainer Mark Zimmermann plagten dabei einige personelle Sorgen. So musste er auf die Stammkräfte Manfred Starke, Niclas Erlbeck, Sören Eismann und Firat Sucsuz verzichten. Matthias Kühne ging angeschlagen ins Spiel - immerhin das zweite binnen 24 Stunden gegen einen höherklassigen Gegner. Dennoch sollten seine Jungs diese Herausforderung im Rahmen des 1. Thüringer Mediencups gut lösen!

Mit dabei in Reihen des FCC ein neues Gesicht - Yann Mabella, französischer Offensivspieler vom AS Nancy, der zu einem Probetraining in Jena weilt und sich offensiv durchaus das eine oder andere Mal in Szene setzen konnte. Der FCC spielte mutig, versuchte auch in Bedrängnis Situationen stets fußballerisch zu lösen und kassierte just in der Phase, als man sich etwas mehr zutraute, die Gegentore. Zunächst war es Maurice Covic, der seine Hertha nach Vorarbeit von Leckie in Führung brachte (31.). Kurz darauf entschied Schiedsrichter Alexander Sather auf Elfmeter, als Mannschaftskapitän René Eckardt im eigenen Strafraum den Ellenbogen gegen Covic etwas draußen hatte. Eine harte Entscheidung. Esswein nahm die Kugel und ließ beim Elfmeter Stefan Schmidt im Jenaer Kasten keine Chance (33.). Zeiss fing sich schnell und kam bis zur Halbzeitpause noch zu Möglichkeiten von Eckardt, Schau und Dietz, die jedoch zu nichts Zählbarem führten, so dass es auch mit dem 0:2 in die Kabinen ging.

Während Herthas Chefcoach Pal Dardai die Gelegenheit zum Fastkomplettwechsel nutzte, blieb Mark Zimmermann nichts weiter übrig, als nahezu durchspielen zu lassen. Jo Coppens ersetzte Schmidt im Tor, und Grzeka kam für Eckardt - die einzigen Wechsel auf Jenaer Seite zur Halbzeitpause. 

Generalprobe: Knappe Niederlage gegen Hertha BSC

Mit 0:2 (0:2) musste sich die Zeiss-Elf dem Bundesligisten aus der Hauptstadt nur knapp geschlagen geben.

Trainer Mark Zimmermann nutzte das letzte Spiel, um einige taktische Varianten zu probieren, was es den Beobachtern schwer gemacht haben dürfte, abzulesen, wohin die Reise beim FCC in Sachen Taktik und Formation in Wiesbaden gehen wird. Was indes jeder sah, dass die Partie in der zweiten Halbzeit das gute Niveau der ersten 45 Minuten nicht mehr erreichte. Von einem Zweiklassenunterschied war jedoch auch nichts zu sehen. Jena hatte sich durchaus längst einen (Anschluss)Treffer verdient. Florian Dietz wäre dieser unmittelbar nach Wiederanpfiff auch fast geglückt, wäre er nicht im 1-gegen-1-Duell mit Hertha-Schlussmann und Klinsi-Sohn Jonathan Klinsmann nur zweiter Sieger geblieben (50.). Zehn Minuten später musste Klinsmann den Kopf hinhalten, als er einen strammen Schuss Grzekas aus spitzem Winkel mit dem Gesicht parierte (60.). Die größte Chance der zweiten Hälfte auf Seiten der Hertha hatte Vedad Ibisevic, der jedoch im 1-gegen-1 an Coppens scheiterte (83.). So blieb es am Ende beim sicher unter dem Strich verdienten Sieg des Bundesligisten gegen einen FC Carl Zeiss jena, der sich nicht versteckt, gut Paroli geboten und insgesamt eine sehr ordentliche Partie abgeliefert hat.

Da zeitgleich der Rivale vom FC Rot-Weiß Erfurt mit 0:6 in Gotha gegen den Turniersieger VfL Bochum unterlag, wurde der FCC am Ende Dritter in der Wertung des "1. Thüringer Mediencup".

Trainerstimme

Mark Zimmermann: "Ich freue mich, dass es uns in der zweiten Halbzeit gegen den höherklassigen Gegner gelungen ist, dass endlich mal wieder die Null steht. Insgesamt bin ich vor dem Hintergrund unserer aktuellen Personaldecke auch froh, dass wir diese beiden sehr schweren Spiele gegen Bochum und heute gegen Hertha so gut und ohne weitere Verletzungen überstanden haben. Schön ist, dass Maximilian Schlegel nach so langer Zeit wieder dabei ist - er tut uns gut." 

Zuschauer

3.514

Torfolge

0:1 Covic (31.)
0:2 (Esswein (33./FE)

Text und Info, Newsteam FC Carl Zeiss Jena

16.07.2017 |

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