Bei Schalke 04 und VfL Wolfsburg denken die meisten an Fußball. Dass diese renommierten Vereine auch eigene Abteilungen für E-Sport haben, überrascht viele – vor allem diejenigen, denen die körperlichen und mentalen Belastungen der E-Sportlerinnen und E-Sportler unbekannt sind. Doch das ist nicht das einzige am E-Sport, das eine Tagung am 6. September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität Universität Jena ins Bewusstsein rücken will. Ziel der Veranstaltung „E-Sport: Revolution im Sport?“ ist es, mit Vorträgen und Diskussionen unterschiedliche Einblicke in die gegenwärtigen Entwicklungen des E-Sports im Amateur- und Profibereich zu geben. Die Anmeldung zur Tagung, die von der Sportökonomie der Jenaer Universität veranstaltet wird, ist ab sofort möglich unter: www.sportmanagement.uni-jena.de/Tagung/Anmeldung.html.

Mehr als ein Zeitvertreib für Nerds

Nicht nur unsere Arbeitswelt und unser Konsumverhalten werden stark durch die Digitalisierung geprägt, sondern auch der Sport. E-Sport, bei dem ein digitaler Wettkampf in unterschiedlichen Disziplinen an Spielkonsolen, am Computer oder anderen Geräten nach festgelegten Regeln ausgetragen wird, ist längst mehr als ein Zeitvertreib für Nerds. Die Video- und Computerspiele kommen durch den technologischen Fortschritt in den 1980er Jahren auf den Massenmarkt und sind schon damals vor allem bei den jüngeren Zielgruppen populär. „Allerdings kann aktuell eine große Wandlung des E-Sports beobachtet werden, die in einer zunehmenden Institutionalisierung, Kommerzialisierung, Professionalisierung und Medialisierung besteht“, sagt Tagungsorganisator Prof. Dr. Frank Daumann. Selbst die Politik in Deutschland macht E-Sport zum Thema und verspricht im aktuellen Koalitionsvertrag sogar einen olympischen E-Sport.

Ob und wie der E-Sport den Sport und die Sportvereine verändert, ist Thema einer Tagung am 6. September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

Ob und wie der E-Sport den Sport und die Sportvereine verändert, ist Thema einer Tagung am 6. September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

Wie die traditionellen Sportvereine mit den digitalisierten Sportinteressen vereinbar sind, wird während der Tagung in Jena thematisiert. Es geht ebenfalls um Herausforderungen und Perspektiven des E-Sports, Blicke hinter seine Kulissen und Professionalisierungstendenzen.

Tagung auf einen Blick:

Die 8. Jenaer Sportmanagement-Tagung findet am 6. September 2019 ab 14.30 Uhr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 27, 07743 Jena) statt. Ziel der Tagung ist es, mit den Vorträgen und den sich anschließenden Diskussionen unterschiedliche Einblicke in die gegenwärtigen Entwicklungen des E-Sports im Amateur- und Profibereich zu geben. Die Anmeldung zur Tagung erfolgt unter www.sportmanagement.uni-jena.de/Tagung/Anmeldung.html. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird ein kleiner Unkostenbeitrag (u. a. für Verpflegung) erhoben. 

Weitere Informationen zur Tagung sowie das detaillierte Tagungsprogramm sind zu finden unter: www.tagung-jena.de.

Info, FSU JENA /// Axel Burchardt

06.08.2019