Spiel gedreht, Talfahrt gestoppt und wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Mit einem am Ende hauchdünnen 85:83-Heimsieg gegen die Basketball Löwen Braunschweig beendete Science City Jena am späten Samstagabend die Niederlagenserie der letzten Wochen. Das Harmsen-Team schlugen die Gäste aus Niedersachsen vor 2342 Zuschauern in der Sparkassen-Arena nach einer emotionalen Berg-und-Talbahn-Fahrt, drehte das bis zur Schlusssirene eng umkämpfte Duell 29 Sekunden vor Ultimo durch einen Dreier von Topscorer Reggie Williams (24 Punkte) in die erhoffte Richtung. Ungeachtet des offensiven Outputs der Jenaer Nummer 55 lieferten die Saalestädter eine kollektiv starke Leistung ab. Am Ende erzielten insgesamt fünf Akteure von Science City zweistellige Werte, darunter auch Jenas Kapitän Derrick Allen, der mit 13 Punkten nach Oldenburgs Rickey Paulding und Jenas Julius Jenkins in den Club der 6000er einziehen konnte. Während Neuverpflichtung Mauricio Marin seinen Einstand im Jenaer Trikot gab, feierten die Gastgeber gemeinsam mit den Fans noch lange nach dem Heimsieg die beiden wertvollen Pluspunkte.

Frank Menz (Trainer Basketball Löwen Braunschweig): „Ich denke das ist für uns eine weitere, toughe Auswärtsniederlage. Wir hatten mit dem letzten Angriff selbst es in der Hand. Ich mache jetzt etwas, was ich die ganze Saison nicht getan habe. Die Schiedsrichter-Combo war dem Niveau des Spiels – und damit meine ich beide Mannschaften - nicht gewachsen. Das war eine unglaubliche enttäuschende Leistung. Das soll keine Entschuldigung für die Niederlage sein. Des weiteren hat sich Scott Eatherton sehr schwer verletzt, wird sicher länger ausfallen. Das ist für unser Team ein herber Verlust, da er die Mannschaft mit Lansdowne trägt. Umso erstaunlicher, dass wir am Ende des Spiels noch einmal zurückgekommen, nachdem wir die zweite Hälfte ohne Scott spielen mussten. Am Ende ist unser Plan fast aufgegangen. Allerdings hat Williams das Spiel mit ganz schwierigen Würfen entschieden. Das war am Ende auschlaggebend.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „Als erstes bin ich natürlich sehr glücklich, dass wir mal wieder ein Spiel gewonnen haben. Es freut mich auch, dass es knapp war. Das Duell hätte in beide Richtungen ausgehen können. Wir haben aber am Ende einen wichtigen Stopp in der Verteidigung geholt, der enorm wichtig war. Zudem hat Reggie in der Schlussphase zwei wichtige Würfe getroffen, bei denen man seine Klasse und Erfahrung gesehen hat. Dennoch war es eine gute Mannschaftsleistung, wenn man sieht, dass fünf unserer Spieler zweistellig punkten wir eine gute Ballbewegung hatten. Wir könne uns jetzt aber nicht auf diesem Sieg ausruhen, sondern müssen schauen, dass die Mannschaft noch besseren Rhythmus findet.“

SCJ: Williams 24, Allen 13, Joyce 12, Roberts 11, Jenkins 10, McElroy 7, Mackeldanz 4, Wolf 4, Theis, Reyes-Napoles, Marin - Heber

 

Info, Newsteam Science City Jena

Grafik / Symbolfoto DeinJena red.Archiv

10.02.2019