Mit der kürzlich bestandenen staatlichen „Feststellungsprüfung“ können sich zehn junge Frauen und Männer aus China auf den Start ihres Studiums an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im kommenden Semester freuen. Seit ca. eineinhalb Jahren leben sie schon in Jena. Am „Internationalen Studienzentrum Thüringen“ (ISZ) in der Stadt absolvierten sie ein straffes Programm: neben dem Unterricht in deutscher Sprache auch in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Englisch.

Die Chinesen sind die zweite Gruppe erfolgreicher Absolventen des noch jungen Studienzentrums. Die selbstständige Einrichtung entstand durch die Initiative der Ernst-Abbe-Hochschule. Nach wie vor gibt es eine enge Kooperation mit der Hochschule, dem Studienkolleg Nordhausen und dem Thüringer Wissenschaftsministerium, berichtet Dr. Dirk Schlegel, Koordinator für internationale Studienangebote an der EAH Jena: „Mit derzeit knapp 100 Teilnehmern hat sich das ISZ sehr gut etabliert und hilft ausländischen Studienbewerbern, in Jena heimisch zu werden“.

Acht der Absolventinnen und Absolventen bei der Zeugnisausgabe in der EAH Jena 

Acht der Absolventinnen und Absolventen bei der Zeugnisausgabe in der EAH Jena

Die sogenannte „Feststellungsprüfung“ zur Eignung für das Studium in Deutschland wird zweimal jährlich durchgeführt. Insgesamt dauert ein Vorbereitungskurs etwa 15 Monate. Davon entfällt ein knappes halbes Jahr auf einen Deutsch-Intensivkurs und die restliche Zeit auf die Fachkurse, die in zwei Stufen gelehrt werden. Die Art des Vorbereitungskurses ist entscheidend für die spätere Studienrichtung: So bereitet beispielsweise der T-Kurs auf „technische“ Studienrichtungen, also in Natur- oder Ingenieurwissenschaften, vor.

An der Ernst-Abbe-Hochschule sind besonders die Bachelorstudiengänge Werkstofftechnik, Laser- und Optotechnologien, Feinwerktechnik sowie Elektrotechnik/Informationstechnik, jedoch auch Mikrotechnologie/Physikalische Technik gefragt. Der Unterricht des ISZ findet in der Otto-Schott-Straße statt, ganz in der Nähe der EAH Jena, so dass die Studierenden Campus und Mensa an der Carl-Zeiss-Promenade schon ganz gut kennen.

Bei der Zeugnisausgabe in der EAH Jena, von links: Prof. Dr. Mirko Pfaff, Dekan des FB SciTec, Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert, Dr. Dirk Schlegel und Uwe Scharlock, Leiter des Servicezentrums Studium und Studienberatung der EAH Jena 

Bei der Zeugnisausgabe in der EAH Jena, von links: Prof. Dr. Mirko Pfaff, Dekan des FB SciTec, Rektor Prof. Dr. Steffen Teichert, Dr. Dirk Schlegel und Uwe Scharlock, Leiter des Servicezentrums Studium und Studienberatung der EAH Jena

Während das Internationale Studienzentrum allen Nationalitäten offen steht, haben sich in den ersten Kursen überwiegend Chinesinnen und Chinesen eingeschrieben. Dr. Schlegel, der kürzlich von einer Reise an chinesische Universitäten zurückkehrte, wo er Aufnahmetests für Bachelorabsolventen, die sich für ein Masterstudium in Jena interessieren, durchführte, ergänzt: „Wir möchten die Anzahl der Bewerber für die EAH Jena langfristig erhöhen. Gleichzeitig möchten wir, dass sie gut qualifiziert das Studium beginnen und später erfolgreich abschließen. Mit einem Ingenieurstudium an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena bieten wir ihnen hervorragende Berufsaussichten – und gleichzeitig der Wirtschaft hoch qualifizierte Fachkräfte mit internationalem Hintergrund“.

 

 

Info, EAH Jena // S.Neef

Fotos: Clarissa Wiener, ISZ Jena

31.01.2019