Bei winterlichen Bedingungen im ausverkauften „Grünwalder“ - darunter 1500 Jenaer Schlachtenbummler - gab Lukas Kwasniok Raphael Koczor die Chance zu seinem ersten Ligaspiel dieser Saison. Davor ließ er in einer 4-4-2 Grundordnung agieren. Dominik Bock und Guilliaume Cros besetzten rochierten auf den Außenverteidigerpositionen, während in der Defensivzentrale Marius Grösch und Denis Slamar das Vertrauen des Trainers erhielten. Davor besetzten Sören Eismann und Mannschaftskapitän René Eckardt die „Doppelsechs“. Maximilian Wolfram und Manfred Starke agierten auf den offensiven Außenbahnen, und für Torgefahr sollte die Doppelspitze mit Julian Günther-Schmidt und Phillip Tietz sorgen.

Es waren keine drei Minuten gespielt, da erkämpfte sich JGS im Mittelfeld den Ball, spielte auf Manfred Starke, der auf das 60er Tor zulief und mustergültig auf den mitgelaufenen Maximilian Wolfram passte, der keine Mühe hatte und einschob (3.). Der FCC ließ die Löwen bis zur Mittellinie gewähren , blieb geduldig in der Grundordnung und überließ den Hausherren die Initiative und versuchte seinerseits, durch gefälliges Umschaltspiel für Torgefahr zu sorgen. Zwei Mal musste hierbei ein Löwe kräftig zupacken und den Tempogegenstoß mittels taktischen Fouls regelwidrig unterbinden - zwei gelbe Karten, die sich rächen sollten. Doch zuvor kamen die 60er zu einigen Gelegenheiten, von denen Grimaldi die mit Abstand beste auf dem Fuß hatte. Doch Jenas Slamar konnte in letzter Sekunde klären (31.). Kurz darauf eine spielentscheidende Szene: Die Löwen waren nicht gut sortiert, und Jena nutzte dies für einen Konter. Starke wurde auf der rechten Seite angespielt, und Münchens Herbert Paul, der schon gelb hatte, traf anstelle des Spielgeräts des Gegners Knöchel. Logische Konsequenz: Gelb-Rot und vorzeitiges Duschen für Paul.

Jena hatte nun alle Trümpfe in der Hand, überließ den Löwen das Terrain, die allerdings erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit vor allen Dingen durch Standards so etwas wie Gefahr ausstrahlten. Doch es blieb beim 1:0 für die Zeiss-Elf, und mit dieser unter dem Strich auch verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause.

Aus der kamen beide Teams personell unverändert. Und auch am Spiel sollte sich zunächst wenig ändern. Doch nach einigen Minuten in der zweiten Spielhälfte wurde Jena zu passiv, während die Löwen mutiger wurden. Mulders und vor allen Dingen Grimaldi deuteten mit ihrer individuellen Klasse immer wieder Torgefahr an. Für Jena boten sich Räume, doch es gelang der Zeiss-Elf nicht, darauf Kapital zu schlagen, da mit zu wenig Überzeugung und mangelnder Präzision agiert wurde. Nach einer guten Stunde war es dann so weit: Es klingelte im Jenaer Kasten. Vorausgegangen war ein Ball in die Tiefe, den offenbar schon die meisten Jenaer im Toraus wähnten. Doch ein Löwe erlief den Ball und im Hintergrund lauerte Karger, der keine Mühe hatte zum 1:1 auszugleichen (63.).

Wer jetzt glaubte, dass jena in die Muster der vergangenen Spiele verfiel, sah sich zum Glück getäuscht. Jena musste sich nur kurz schütteln und fand schnell wieder in den Rhythmus. 1860 versuchte, das Spiel zu machen, während Jena lauerte. Doch es war ein Standard, der den FCC auf die Siegerstraße führte. Manfred Starke schlug von der rechten Seite einen wunderbaren Eckstoß, an den aus Nahdistanz Julain Günther-Schmidt seinen Huf hin hielt und ins lange Eck zum vielumjubelten 2:1 Führungstreffer einschoss (74.). Er war es auch, der in der 82. Minute nach Vorarbeit von Philipp Tietz mit seinem Treffer zum 3:1 endgültig den Deckel draufmachte.

Info, Newsteam FC Carl Zeiss Jena

17.12.2018