2019 ist Haeckel-Jahr: Der Zoologe, Künstler und Philosoph ist vor 100 Jahren, am 9. August 1919, in Jena gestorben. Über vier Jahrzehnte hat Ernst Haeckel an der Jenaer Universität geforscht und gelehrt, sein vielfältiges Erbe ist bis heute weit über Jena hinaus sichtbar. Haeckel hat Darwins Evolutionstheorie popularisiert und weiterentwickelt. Er hat das Leben neu geordnet und den Menschen in den Wipfel des Stammbaums der Tiere gesetzt. Bis heute gängige Fachbegriffe und sogar eine ganze wissenschaftliche Disziplin – die Ökologie – verdankt die Wissenschaft seinem Wirken.

Die neueste Ausgabe des Forschungsmagazins LICHTGEDANKEN der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die jetzt erschienen ist, widmet sich ebenfalls Ernst Haeckel. Die Beiträge zeigen den „deutschen Darwin“ in all seinen Facetten: So gibt das Magazin Einblick in die heutige Haeckel-Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität und stellt unter anderem ein Projekt vor, in dem die mehr als 40.000 Briefe umfassende Korrespondenz Haeckels in einer Online-Edition der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Der Evolutionsbiologe Martin S. Fischer, als Direktor des Instituts für Zoologie und Evolutionsforschung und des Phyletischen Museums direkter Nachfolger Ernst Haeckels, verweist im LICHTGEDANKEN-Interview neben Haeckels Verdiensten auch auf seine dunklen Seiten, wie Rassismus und eugenisches Denken. Eine Reportage blickt hinter die Kulissen der aktuellen spektakulären Ausstellung im Phyletischen Museum zu Haeckels wohl liebster Tiergruppe, den Medusen. Und nicht zuletzt kommt Ernst Haeckel selbst zu Wort: Was er nach 100 Jahren zu den Kontroversen um sein Werk und seine Person zu sagen hat, verrät er exklusiv in den neuesten LICHTGEDANKEN.

Der „deutsche Darwin“ aus Jena   Neue Ausgabe des Forschungsmagazins LICHTGEDANKEN der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einem Schwerpunkt zu Ernst Haeckel ist erschienen 

Der „deutsche Darwin“ aus Jena - Neue Ausgabe des Forschungsmagazins LICHTGEDANKEN der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einem Schwerpunkt zu Ernst Haeckel ist erschienen

Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser: Welche Erfahrungen die rund 30.000 geflüchteten Menschen machen, die derzeit in Thüringen leben, warum lautes Stöhnen beim Tennis kein Grund zur Beschwerde ist und wie ein Schwert aus Jena in Texas Eindruck machte.

Das Magazin LICHTGEDANKEN der Friedrich-Schiller-Universität Jena liegt in Uni-Gebäuden und Mensen in Jena aus, ist darüber hinaus u. a. in der Buchhandlung Thalia (Leutragraben) und der Tourist-Info zu finden sowie jederzeit online unter: http://www.uni-jena.de/lichtgedanken.

Info und Grafik, FSU JENA /// Dr. Ute Schönfelder

25.06.2019