Mit der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland erstmals ihr aktives und passives Wahlrecht wahrnehmen. Die Weimarer Republik ebnete ihnen so den Weg in Parlamente und Regierungen. Unter anderen begannen Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel ihre politischen Karrieren. Sie sorgten im Jahr 1949 dafür, dass die Gleichstellung zwischen Mann und Frau verfassungsrechtlich verankert wurde. Das Gleichstellungsbüro der Friedrich-Schiller-Universität Jena erinnert nun mit der öffentlichen Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ an die Anfänge und Grundlagen politischer und gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen, an denen die vier Politikerinnen maßgeblich beteiligt waren. 

Die Ausstellung findet im Foyer des Universitätsgebäudes (Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena) statt und wird am 7. Januar, 12 Uhr durch die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Universität Jena, Prof. Dr. Anke John, eröffnet. Bis zum 16. Januar präsentiert die Ausstellung Lebensbilder der vier Politikerinnen und informiert über die Geschichte der Frauenrechte. Dabei zeigt sich: Obwohl die Gleichheit der Geschlechter in der Verfassung verankert wurde, ist die Gegenwart angesichts des geringen Frauenanteils im Bundestag, in Vorständen oder in der Wissenschaft von paritätischen Verhältnissen noch immer sichtbar entfernt.

Die Ausstellung wird vom Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung gefördert. Sie kann während der Öffnungszeiten des Universitätsgebäudes (Mo-Fr: 7-22 Uhr; Sa: 7-18 Uhr; So: 8-18 Uhr) besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos und der Zugang barrierefrei. 

Kontakt:

  • Prof. Dr. Caroline Rosenthal und Prof. Dr. Anke John
  • Gleichstellungsbüro der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Zwätzengasse 3, 07743 Jena
  • Telefon: 03641 9-30981
  • E-Mail: gleichstellung@uni-jena.de
  • Web: www.uni-jena.de/GSB

Verantaltungshinweis und Info, FSU Jena /// Till Bayer

Fotografik / Symbolfoto Foyer FSU / Ernst-Abbe-Platz (DeinJena red.)