Am 20. November werden erstmals die Friedrich-Hund-Dissertationspreise an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Universität Jena verliehen. Im Rahmen einer „Fakultätsvollversammlung“, in der auch die Lehrpreise der Fakultät und die Bachelorzeugnisse überreicht werden, erhalten Dr. Stefanie Eckner und Dr. Mario Chemnitz die Auszeichnung.

Dr. Stefanie Eckner erhält den Preis in der Kategorie Grundlagenforschung für ihre Forschungsergebnisse zur atomaren Schwingungsdynamik von multikomponentigen III-V-Verbindungs-Halbleitern. Die Messdaten wurden am SLS Hasylab und der Australian National University aufgenommen. Die Preisjury zeichnete ihre Arbeit aufgrund der außergewöhnlichen Originalität und Qualität der Auswertung, der exzellenten Präsentation und der weit überdurchschnittlichen Eigenständigkeit aus. Die Forschungsergebnisse wurden in sieben hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Eckner hat zwischenzeitlich eine Postdoc-Stelle in Leipzig angetreten.

Dr. Mario Chemnitz wird mit dem Preis in der Kategorie Angewandte Forschung für seine überragenden wissenschaftlichen Beiträge und sein beherztes Engagement in Forschung und Lehre geehrt. Detailliert, tiefgründig und didaktisch sehr gut aufgearbeitet, so die Jury, stellt er seine Beiträge zur Dynamik von Solitonen in anormal dispersiven und hochgradig nicht-instantanen und nicht-linearen Flüssigkernfasern dar. Der Solitonenzerfall wurde detailliert und mit großem Können untersucht. Seine Ergebnisse wurden in 15 Publikationen vorgestellt. Inzwischen forscht Dr. Chemnitz als Stipendiat der Banting-Stiftung als Postdoc in Montreal (Kanada), von wo er eigens zur Preisverleihung nach Jena anreist.

Ausgezeichneter Physiknachwuchs .. Erstmalige Verleihung der Friedrich-Hund-Dissertationspreise am 20. November 2019

Ausgezeichneter Physiknachwuchs ..

Erstmalige Verleihung der Friedrich-Hund-Dissertationspreise am 20. November 2019

Fotografik / Symbolfoto DeinJena red.

Vergeben werden die Preise von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Diese hatte im Sommer 2018 die Offerte unterbreitet, bis zu 20 von bundesweit insgesamt 60 Physik-Fachbereichen einen Dissertationspreis zu stiften. Die Bewerbung der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Universität Jena, die mit diesem Dissertationspreis an das Wirken des Physikers Friedrich Hund in Jena von 1946 bis 1951 erinnert, war erfolgreich. Mit seinen fundamentalen Arbeiten zur Quantenmechanik und zum Aufbau der Materie hat Hund essenzielle Beiträge zur modernen Physik geliefert. Damit hat er nicht nur zum grundlegenden Verständnis beigetragen, sondern auch die Grundlagen für viele Anwendungen gelegt. Entsprechend wird der Preis in der Regel zweigeteilt in den Kategorien Grundlagenforschung und Angewandte Forschung vergeben. Das Preisgeld beträgt jeweils 2.000 Euro.

Mehr unter: https://www.physik.uni-jena.de/Veranstaltungen/Der+Dekan+informiert.html

Info, FSU JENA / Axel Burchardt

18.11.2019