Mit einem herausfordernden Doppelpack endet in den nächsten Tagen der Basketball-April 2019 für Science City Jena, bevor nach dem Monatswechsel in den Mai der Saisonendspurt ansteht. Während die Mannschaft von Marius Linartas zunächst am 27. April ab 18.00 Uhr bei den GIESSEN 46ers Farbe bekennen muss, wartet bereits am Dienstagabend um 19.00 Uhr das Heimspiel gegen ALBA Berlin. Dem Duell an der Lahn kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um die Tür im Kampf um den Klassenerhalt offenzuhalten. Die Begegnung aus der Sporthalle Gießen-Ost wird wie gewohnt ab 17.45 Uhr von MagentaSport live übertragen.

Zwei sportliche Durststrecken hatten die Saalestädter im bisherigen Verlauf der BBL-Saison 2018/2019 zu überstehen. Während die erste Serie nach elf Niederlagen mit einem Heimsieg am 09. Februar 2019 gegen Braunschweig (85:83) zu Ende ging, befindet sich Science City seit Anfang März nach zehn erfolglosen Anläufen erneut auf der Suche nach dem so dringend benötigten Brustlöser. Dass der Druck, bei den 46ers gewinnen zu müssen, nicht geringer geworden ist, kann man durchaus als undankbar bezeichnen, ist mit Blick auf die Leistungen der Vorwochen zu weiten Teilen jedoch selbstverschuldet. Dennoch schwingt bei Jenas Erstliga-Basketballern die erforderliche Portion Optimismus mit, um beim finalen Blatt des Abstiegskampf-Pokers einen Royal Flush legen zu können.

„Nach der Niederlage in Vechta, in deren Verlauf wir nicht gut gespielt haben, steht uns am Samstag in Gießen ein entscheidendes Duell bevor. Wir haben nicht mehr viele Begegnungen bis zum Saisonende, müssen jetzt den ersten Schritt machen, wenn wir uns die Chance auf den Klassenerhalt bewahren wollen“, sagt Jenas Coach Marius Linartas vor der Abfahrt nach Mittelhessen. „Wir haben unser Heimspiel in der Hinrunde mit 20 Punkten verloren. Dementsprechend sollte jedem Spieler klar sein, welch schwere Aufgabe am Samstag auf uns wartet. Gießen verfügt über einen qualitativ hochwertigen und gleichermaßen tiefen Kader“, so Linartas, der die aus privaten Gründen erfolgte Vertragsauflösung von Gießens Point Guard Max Landis unter der Woche nicht zu hoch hängen wollte. „Wir werden sehen, wie sich dieser Abgang bemerkbar macht. Gießen verfügt auch ohne Landis über genügend offensivstarke Akteure, die von der Bank kommend, für ihn übernehmen können. Wenn Bryant fehlen würde, wäre das ganz sicher eine andere Hausnummer.“

Auf der Suche nach dem Brustlöser – Science City gastiert bei den GIESSEN 46ers

Auf der Suche nach dem Brustlöser –

Science City gastiert bei den GIESSEN 46ers 

Der gebürtige Kalifornier mit der 54 auf dem Trikot war es in erster Linie, der im Hinspiel am 05. Januar 2019 zum spielentscheidenden Akteur avancierte. Mit den Fabelstatistiken von 21 Punkte und 20 Rebounds führte der Ex-MVP der Liga (2012, 2013) sein Team zu einem ungefährdeten 81:61-Sieg. Während sich der im Hinspiel noch mit 18 Punkten erfolgreiche Max Montana Ende Januar in Richtung Hamburg verabschiedete, gelang es 46ers-Coach Ingo Freyer nach der Partie in Jena mit Assist-König Jared Jordan einen bereits BBL-erprobten Führungsspieler nach Gießen zu lotsen. Dennoch glichen die folgenden Wochen eher einer sportlichen Berg- und Talfahrt. So finden sich die Lahnstädter aktuell mit einer Bilanz von 12 Siegen und 17 Niederlagen im tabellarischen Niemandsland auf dem 12. Platz wieder, müssen weder sorgenvoll nach unten schauen, aber eben auch nicht mehr erwartungsvoll nach oben blicken.

„Der Fokus im Training lag primär auf Verteidigungssituationen, um John Bryant und die starken Schützen der 46ers nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Wie ich schon mehrfach betont habe, werden wir nur erfolgreiche sein können, wenn wir intensiv und aggressiv verteidigen. Gießen verfügt über ein offensivstarkes und schnell spielendes Team, punktet oft im Fastbreak, aus der Distanz oder über Bryant, für den sie immer wieder entsprechende Situationen kreieren“, sagt Linartas. „Ich erwarte im Vergleich zum Spiel bei RASTA Vechta eine defensiv verbesserte Reaktion. Am letzten Samstag hat die Mannschaft lediglich in der ersten Hälfte anständig verteidigt, bevor wir in der zweiten Halbzeit zu viele einfache Körbe kassiert haben. Im dritten und vierten Viertel waren wir fast immer eine Sekunde oder einen Schritt zu spät, werden am Samstag einen deutlich besseren Job machen müssen. Auch offensiv, egal ob aus der Distanz oder unter den Körben, muss es uns gelingen, den freien Mitspieler zu finden“, so Jenas Trainer, der ungeachtet kleinerer Probleme auf das komplette Team zurückgreifen kann.

Während die Ostthüringer mit dem Rucksack einer 2:6-Bilanz auf BBL-Niveau nach Mittelhessen aufbrechen, bislang auf dem Parkett der Sporthalle Gießen-Ost noch gänzlich ohne Erfolgserlebnis auskommen mussten, gäbe es aus Jenaer Sicht wohl keinen besseren und passenderen Zeitpunkt, um eine Premiere mit erfolgreichen Ausgang zu feiern.

Info, Newsteam Science City Jena

Fotografik / Symbolfoto DeinJena red.Archiv

26.04.2019