Nach der gleichermaßen knappen wie bitteren Pille am zurückliegenden Wochenende in Bremerhaven gab es für Science City Jena auch am Mittwochabend vor 1500 Zuschauern in der Frankfurter Arena nichts holen. Die Saalestädter unterlagen bei den Skyliners mit 83:69, bekommen bereits am Samstagabend ab 20.30 Uhr im Heimspiel gegen Bayreuth die nächste Möglichkeit den langersehnten ersten Sieg im März einzufahren. Während die Ostthüringer zuletzt bereits auf NBA-Veteran Reggie Williams und Aufbauspieler Mauricio Marin verzichten mussten, fehlte in Frankfurt mit Flügelspieler Julius Wolf (Rückenprobleme) in der Bankenmetropole ein weiterer wichtiger Akteur.

Nachdem sich beide Kontrahenten im Verlauf des Startabschnitts zunächst ein eher punktearmes Duell geliefert hatten, Immanuel McElroy die Saalestädter zwischenzeitlich mit 11:8 (7.) in Führung bringen konnte, kippten die Gastgeber sieben Sekunden vor der Viertelsirene das Duell durch zwei Freiwürfe von Shawn Huff wieder zu ihren Gunsten – 14:13. Auch im zweiten Abschnitt waren es in erster Linie die Skyliners, die immer wieder von offensiven Rebounds profitierend, das glücklichere Händchen bewiesen und nach einem Dreier von Akeem Vargas zum 26:15 (13.) erstmalig zweistellig in Front gehen konnten. Während Frankfurt seinen Vorsprung bis zur Halbzeitpause konservierte und sich mit einer 37:25-Führung in die Kabine verabschiedete, fand die unter dem Motto „Ergebnis vor Erlebnis“ stehende Begegnung im dritten Viertel eine fast deckungsgleiche Fortsetzung.

Science City zeigte sich bemüht, die Skyliners trafen. Nachdem die Mannschaft von Gordon Herbert im Verlauf der ersten Hälfte lediglich drei ihrer Distanzwürfe (3/15) im Jenaer Korb untergebracht hatte, legte Frankfurt bis zur 30. Minute fünfmal erfolgreich nach (8/25). Mit dem temporären Resultat einer 65:50-Führung für die Hessen in den Schlussabschnitt startend, setzten die Ostthüringer noch einmal zur finalen Aufholjagd an, verkürzten in der 33. Minute nach dem zweiten verwandelten Dreier von Sid-Marlon Theis auf 68:61. Die FRAPORT Skyliners quittierten Jenas Zielstrebigkeit mit einer Auszeit, um den aufkeimenden Rhythmus der Saalestädter zu unterbrechen, mit Erfolg. So war es Frankfurts Jason Clark, der die Mainstädter mit seinem Korb zum 71:61 (34.) wieder zweistellig in Front bringen konnte, bevor sich beide Teams in drei offensiv eher übersichtlichen Minuten bis in die Crunchtime hangelten. Der Nummer 5 der Mainstädter war es schlussendlich auch vorbehalten, die Partie mit einem Distanzwurf 166 Sekunden vor der finalen Sirene zum 76:63 zu entscheiden.

AUCH FRANKFURT KEINE REISE WERT – SCIENCE CITY VERLIERT BEI DEN SKYLINERS MIT 83:69

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): „Wir haben getan, was wir tun mussten. Mir hat unser Einsatz sehr gut gefallen. Gerade beim offensiven Rebound haben wir hervorragend gearbeitet. Unsere langen Spielen Leon [Kratzer] und Jonas [Wohlfarth-Bottermann] haben gute Arbeit geleistet. Wir wissen, dass wenn wir noch einen Schritt nach vorne machen wollen, wir beim Rebound und in der Verteidigung besser werden müssen. Bei den Rebounds sind wir sehr gut dabei, defensiv müssen wir noch besser werden. Es macht Spaß, diese Gruppe zu trainieren. Alle Jungs verstehen sich sehr gut untereinander, sie trainieren hart gemeinsam und sind bereit für die Spiele.“

Björn Harmsen (Science City Jena):„Glückwunsch an Gordon Herbert und sein Team. Ich denke, am Ende haben sie verdient gewonnen. Sie haben die meiste Zeit geführt, sehr gut strukturiert gespielt und uns große Probleme mit ihren offensiven Rebounds bereitet. In meinen Augen haben wir die meiste Zeit ordentlich verteidigt, aber wenn der Gegner so viele Offensivrebounds holt, ist es schwer defensive Konstanz aufzubauen. Wir gehen gerade durch eine schwere Phase mit vielen Spielen und vielen Verletzten. Man merkt, dass uns ein wenig die Kraft ausgeht. Daher hoffe ich, dass einige Verletzte bald wieder zurückkommen und uns Entlastung geben.“

SCJ: Joyce 17 Punkte, McElroy 16, Theis 10, Jenkins 7, Allen 7, Mackeldanz 4, Roberts 3,Reyes-Napoles 3, Mazeika 2, Heber - Jostmann

Top3 Skyliners: Larson 18, Clark 13, Huff 11

Spielfilm: 1. Viertel 14:13 – 2. Viertel 37:25 – 3. Viertel 65:50 – 4. Viertel 83:69

Info, Newsteam Science City Jena

Grafik / Symbolfoto DeinJena red.Archiv