Die Universität Jena zeigt sich weltoffen: Vom 4. bis 31. August sind 92 ausländische Gäste beim Internationalen Sommerkurs für deutsche Sprache, Kultur und Sprachvermittlung dabei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus 42 verschiedenen Ländern, u. a. aus Russland, Usbekistan, China, Spanien, Südkorea und Burkina Faso. Die Gäste eint der Wunsch, die deutsche Sprache kennenzulernen oder eigene Kenntnisse zu vertiefen und zugleich die Kulturregion Jena-Weimar zu erkunden. „Es haben sich Studierende ebenso angemeldet wie Lehrkräfte, die Deutsch unterrichten“, sagt Dr. Thomas Müller vom Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien, der den Kurs leitet. Mehrere der Gäste – es nehmen mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer teil – haben sich sogar zum wiederholten Male angemeldet. Einige von ihnen werden durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes unterstützt.

Der Leiter des Sommerkurses Dr. Thomas Müller. (Foto: Anne Günther/FSU) 

Der Leiter des Sommerkurses Dr. Thomas Müller. (Foto: Anne Günther/FSU)

Der Internationale Sommerkurs ist der älteste seiner Art in Deutschland. Bereits 1889 wurde der erste Kurs gegeben, inzwischen ist es die 78. Auflage. Unterbrechungen gab es insbesondere während der beiden Weltkriege. Wie Thomas Müller erläutert, gehören germanistische Themen aus Literatur- und Sprachwissenschaft zum Programm. Weitere Schwerpunkte seien Übungen zur Didaktik für den Unterricht „Deutsch als Fremdsprache“ sowie landes- und kulturkundliche Themen. So gibt es einen Vortrag über 100 Jahre Bauhaus, einen Exkurs zu 30 Jahre Friedliche Revolution und Exkursionen, die u. a. nach Weimar führen, in die Gedenkstätte Buchenwald, das Kloster Memleben und nach Dresden.   

Info, FSU JENA // Axel Burchardt