Dem Wissenschaftler Eberhard Hennig galt das Treffen des Arbeitskreises „Funktionskeramik“ in der vergangenen Woche an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Seit 40 Jahren arbeitet der Materialforscher an der Entwicklung neuer Werkstoffe. Sowohl in den ehemaligen Keramischen Werken Hermsdorf (KWH), als auch nach der deutschen Wiedervereinigung bei der Firma PI Ceramic GmbH im thüringischen Lederhose hat sich der Forscher mit piezokeramischen Werkstoffen und deren Anwendungen befasst und war dabei seit vielen Jahren mit den Werkstoffwissenschaftlern der EAH Jena verbunden.

Und nicht nur mit ihnen: Der Direktor des Institutes für Materialforschung der Pennsylvania State University (USA), Clive Randall, widmete Hennig sein dreißigminütiges Referat „A wilde Ride – ein wilder Ritt“ über den aktuellen Forschungsstand des „kalten Sinterns“, einer modernen Materialbearbeitung, einschließlich eines Rückblicks auf 25.000 Jahre Keramiken am Beispiel der Venus von Dolní Vestonice, eines der ältesten keramischen Erzeugnisse. Den Amerikaner und Hennig verbindet ebenfalls eine langjährige Zusammenarbeit.

40 Jahre Materialforschung - Eberhard Hennig bei seiner Verabschiedung in der EAH Jena   Fotos: Sigrid Neef, EAH Jena

40 Jahre Materialforschung - Eberhard Hennig bei seiner Verabschiedung in der EAH Jena, Foto: Sigrid Neef, EAH Jena

Unter dem Thema „Piezokeramik – aktueller Stand und zukünftige Perspektiven“ gab der internationale Arbeitskreis einen Überblick über die breite Forschungspalette auf dem Gebiet der aktuellen Forschung piezokeramischer Materialien und ihrer Anwendung. Neben Randall kamen weitere Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, Österreich und Deutschland zu Wort.

Info, EAH Jena, Sigrid Neef

01.04.2019